Internationale Österreichische Seniorenmeisterschaft
Am 31.10.09 fand in Linz die alljährliche Internationale
Österreichische Seniorenmeisterschaft statt. Knapp 100
Judokas aus 11 Nationen fanden diesmal den Weg in eine neue Wettkampfstätte.
Dieses Viertel von Linz war so neu, dass viele Navis streikten, was
aber vom Veranstalter großartig gemeistert wurde. Auch in diesem
Jahr trafen sich viele alte Bekannte und Freunde wieder. So verwundert
es nicht, dass der gesamte Wettkampf in einer sehr angenehmen Atmosphäre
stattfand. Wie schon aus den letzten Jahren gewohnt, wurde Judo des
gehobenen Niveaus geboten, was angesichts der Teilnehmer nur natürlich
war. Etliche waren in Sindelfingen bei der WM gestartet und auch sonst
international recht erfolgreich. Die Organisation war wieder einmal
perfekt und in der für manchen Deutschen angenehmen österreichischen
Gemütlichkeit. Einen kleinen Wermutstropfen brachte für
mich der Umzug in die neue Halle die sehr gute Verpflegung
war anscheinend noch nicht mit umgezogen. Dafür waren natürlich
die sportlichen Bedingungen wesentlich besser und moderner. Anzumerken
wäre noch, dass das Teilnehmerfeld bei den Frauen deutlich größer
war, als in den letzten Jahren. Zusammenfassendes Urteil der Stiftung
Judotest: Besonders empfehlenswert!
Am
25. Oktober wurden in Fontaine (Frankreich) die 2. Open Masters ausgetragen.
Neben den einheimischen Teilnehmern waren auch Judokas aus Holland,
Ungarn und der Schweiz angereist. Der Judoclub Fontaine hatte diese
Veranstaltung perfekt und mit viel Erfahrung organisiert. Mit großer
Hilfsbereitschaft wurden die Sprachbarrieren der ausländischen
Teilnehmern überwunden und so fühlte man sich auch in der
Ferne unter Freunden und die 1400 km Entfernung von zu Hause waren
am Ende gar nicht mehr so weit.
Weil einige Kategorien nur gering besetzt waren, wurde geschickt kombiniert
und zudem die Möglichkeit eingeräumt, ein zweites Mal in
der Offenen Kategorie zu kämpfen. Auf 6 Matten wurden die Begegnungen
ausgetragen. Bereits gegen Mittag waren die Kämpfe beendet. Während
der Siegerehrung wurden neben den Medaillen auch kleine Präsente
an die Erstplatzierten übergeben.
Sándor Czentye
für JudoPLUS30.de
Hier ein paar schöne Impressionen von Serge Furlan:
Zu
den Scottish Open am 17. und 18. Oktober 2009 waren zum ersten Mal
auch Teilnehmer aus Deutschland angereist und zudem auch gleich zahlreich
vertreten. Acht Judokas aus Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
hatten die Reise auf die Britischen Inseln angetreten. Austragungsort
war die Kelvin Hall im Herzen der schottischen Stadt Glasgow.
Aufgrund der etwas unübersichtlichen Anmeldeprozedur verzögerte
sich der Beginn der Veranstaltung zwar circa um eine Stunde, die Meisterschaft
selbst verlief dann allerdings sehr zügig und gut organisiert.
Am Start waren ca. 260 Judokas aus 8 Nationen von den Junioren bis
hin zur Masters-Kategorie. Hier waren es ca. 30 Wettkämpfer.
Der Veranstalter hatte im Vorfeld die Altersklassen der Masters kombiniert.
Diese Entscheidung war vor allem für die älteren Teilnehmer
sehr von Nachteil, sorgte jedoch für größere Starterfelder
in den einzelnen Gewichtsklassen.
Edelmetall für Deutschland holten Olaf Rodewald (Wittenberg)
und Jens-Peter Bischof (Berlin) in Gold, Harald Fungk (Wittenberg)
in Silber sowie Heiko Köcher (Werdau) und Jörg Prüger
(Harpersdorf) in Bronze.
Ein ganz herzlicher Dank gilt Jim McKelvie und James Birnie, die uns
während der Meisterschaft ganz hervorragend betreuten und keine
Wünsche offen ließen. Mit James und Familie trafen wir
uns am Montag in Edinburgh. Sie zeigten uns die Sehenswürdigkeiten
der schottischen Hauptstadt und ließen diesen Tag zu einem unvergessenen
Erlebnis werden.
32 Judokas fanden am 03.10.09 den Weg nach Norderstedt zur Offenen
Hamburger Einzelmeisterschaft der Senioren. Damit dürften
Bedenken des Veranstalters im Vorfeld, es würden zu wenig Teilnehmer
kommen, aus dem Weg geräumt gewesen sein. Nach der Waage stand
relativ schnell fest, dass in allen Altersklassen die Gewichtsklassen
zumindest mit 2-3 Kämpfer besetzt waren. So musste nur sehr wenig
zusammengelegt werden. Bedingt durch die Stärke des Teilnehmerfeldes,
in dem sich im Übrigen Judokas aus Dänemark, Berlin, Schleswig-Holstein,
Sachsen-Anhalt und Hamburg tummelten, wurde es eine recht kurzweilige
Veranstaltung. Da man sich kannte, herrschte eine freundschaftliche
und aufgelockerte Atmosphäre, die jedoch spannende Kämpfe
nicht verhinderte. Dies spürte am härtesten die Gewichtsklasse
bis 73 kg der Altersklasse 30-40 Jahre. Hier traten 3 Kämpfer
an. Nach Absolvierung ihrer Kämpfe herrschte Punktgleichheit.
Der Veranstalter entschloss sich, die Judokas erneut kämpfen
zu lassen. Nachdem die 2. Runde absolviert war und jeder dieser Kategorie
inzwischen 4 Kämpfe hinter sich hatte, herrschte erneut Punktgleichheit.
Die einmal eingeschlagene Linie beibehaltend, durften die drei erneut
antreten. Nach absolvierten 6 Kämpfen hatten sie dann aber auch
ihre Platzierungen ermittelt, sonst wäre diese Meisterschaft
sicher ein Märchen geworden: und so kämpften sie
bis an ihr Lebensende.
Am 26.09.09 war es mal wieder so weit Polens Judoka hatten
Ihre IX. Internationale Meisterschaft ausgeschrieben. Wie ich es mir
im vergangenen Jahr schon vorgenommen hatte, machte ich mich also
- diesmal sogar mit Verstärkung durch Iris Isensee und Elke Schwarz
vom JC Halle - auf den Weg. Die Veranstalter hatten die Wiegezeiten
angenehm gelegt, so das wir recht entspannt um 5.30 Uhr losfahren
konnten. Wie schon gewohnt, ging alles gut organisiert seinen Gang.
Ich empfand es als sehr angenehm, bereits wie ein guter alter Bekannter
begrüßt zu werden.
Zwar waren es in diesem Jahr etwas weniger Teilnehmer von polnischer
Seite als im letzten Jahr, dafür waren Kämpfer aus Tschechien,
der Ukraine und der Slowakei am Start, so dass die Veranstaltung einen
zunehmend internationalen Charakter trug. Hauptsächlich in den
jüngeren Jahrgängen wurde mit viel technischem Verstand
auf der Matte gekämpft und viel Emotionen außerhalb der
Matte angefeuert. Am Ende gilt es festzuhalten: eine gelungene Veranstaltung,
für die sich auch ein etwas weiterer Weg lohnt!
2. Offene Seniorenmeisterschaft von Sachsen-Anhalt
Am
26.9.09 fand in Tangermünde die 2.Offene Seniorenmeisterschaft
von Sachsen-Anhalt statt, die neben der offiziellen Meisterschaft
der Frauen und Männer durchgeführt wurde. So hatten Jung
und Alt die Gelegenheit zum kämpfen und beobachten. Es fanden
sich hierzu ca. 35 Kämpfer der Altersklasse Ü40 ein. Die
am besten besetzte Gewichtsklasse war die M1 -73 kg mit sieben Teilnehmern.
Auffälligster und bester Kämpfer war einmal mehr Olaf Rodewald,
der die Gewichtsklasse -90 kg bei den offiziellen Meisterschaften
für sich entschied und außerdem noch bei den schweren Jungs
in der Seniorenklasse mit einem sehenswerten Tai Otoshi den Schlußpunkt
setzte und auch diese Gewichtsklasse souverän für sich entschied.
Alles in allem eine gut organisierte Veranstaltung - einziger Kritikpunkt
ist die lange Pause, die bei den Senioren gemacht wurde, nachdem die
meisten schon ein- oder zwei mal gekämpft hatten. Es ist zu erwarten,
dass diese Meisterschaft im nächsten Jahr noch weitaus mehr Zuspruch
finden wird, da es sicher die Runde macht, dass sich eine Teilnahme
an dieser gelungenen Veranstaltung lohnt.
V. Internationale Tschechische Seniorenmeisterschaft
Am
12.09.2009 wurden im südmährischen Lanhot die diesjährigen
internationalen tschechischen Meisterschaften der Ü30 ausgerichtet.
Insgesamt nahmen 117 Kämpfer aus 7 Ländern teil. Aus Deutschland
machten sich insgesamt 4 Judoka (3M,1F) auf den weiten Weg. Mit Hilfe
der Einwohner war die Halle schnell gefunden. Offensichtlich wusste
in dem Ort jeder Bescheid welches Ereignis anstand.
Nach der Anmeldeprozedur und dem Wiegen wurden die Wettkampflisten
erstellt. Schwach besetzte Gewichts- und Altersklassen, vor allem
bei den Frauen, wurden geschickt zusammengelegt, so dass jeder die
Möglichkeit hatte, sich seine Platzierung zu erkämpfen.
Allerdings gestaltete sich das Listenschreiben nicht ganz einfach,
was einen stark verspäteten Wettkampfbeginn zur Folge hatte.
Dann jedoch liefen die Kämpfe gut organisiert und zügig
ab. Sie wurden auf zwei Matten unter den Augen kompetenter Kampfrichter
ausgetragen. Gegen 17 Uhr waren die letzten Kämpfe entschieden.
Die Zeit zwischen Wettkampfende und Siegerehrung wurde mit gemeinsamem
Mattenabbau gefüllt.
Schließlich konnten die 4 Vertreter Deutschlands mit zwei 1.Plätzen,
einem 2. und einem 5. Platz nach Hause fahren, nicht jedoch ohne vorher
in einer der vielen Weinstuben mit alten und neuen Bekannten zu feiern.